Das Museum hat einen Preis von der brasilianischen Regierung erhalten

Das Museum für die Auswanderung nach Brasilien in Náhlov befindet sich nicht nur am Weg in die Vergangenheit, sondern auch auf einer geraden Linie in die Zukunft. Diese beiden Welten gelang es zu verbinden durch den Einfall, dass man diese zwei weit voneinander liegen Länder, mit verschiedenen Sprachen, Bräuchen und Traditionen, verbinden könnte durch eine Suche nach Ähnlichkeiten auf der menschlichen Seite derjenigen, die das Gemeinsame erkannten. Es handelt sich vor allem um Reisende, die nach diesen weit entfernten  Stellen den Weg gefunden haben und für  uns damit ein Band zwischen diesen zwei Welten knüpften.

Dieses Band mündete in ein Projekt, das unter der Leitung von Herrn Dipl Ing. Petr Polakovič zum Gründen eines Museums beitrug mit dem Ziel die gemeinsamen kulturellen Beziehungen zu kultivieren, unterstützen und zu vertiefen.

Durch dieses Projekt, das von der in Prag lebenden brasilianischen Journalistin und Moderatorin von Rundfunksendungen Roberta Clarissa Leite, geschaffen und realisiert wurde, hat das Museum eine Unterstützung in den brasilianischen Gesetzen zur Unterstützung von Kultur gefunden. Dieses Projekt  hat mit anderen ähnlichen auf den Preis "Gedächtnis des Volkes im Ausland" kandidiert, im Rahmen eines Wettbewerbes  von IBRAM -  Instituto Brasileiro de Museus.

IBRAM – Institut für brasilianische Museen – fällt unter die Kompetenz des Kulturministeriums. Unser Museum hat den fünften Platz besetzt und so eine Finanzhilfe zum Heben des physischen Hintergrundes erhalten, was ihm helfen wird das Programm  sowie die Forschung zu erweitern.

Das Ziel des Wettbewerbes war die Initiativen zu belohnen,  die sich mit dem Gedächtnis der Völker  und der gesellschaftlichen Museologie  befassen, und zwar aus den Quellen des Volkskulturfondes. Es wurden 50 Preise im Rahmen der Volks- und 10 Preise  im Rahmen der internationalen Initiativen erteilt. Dieser Wettbewerb  ist ein Bestandteil des Projektes unter dem Namen "Unterstützung der Projekte, Events und Austausches von Aufenthalten im Bereich Museologie".

Unser Museum erforscht nicht nur die Vergangenheit der Familien, welche die ehemalige Tschechoslowakei verlassen haben und nach Brasilien emigriert sind, und Beziehungen zwischen diesen Familien, sondern bringt auch eine Reihe von Informationen über die Geschichte beider Länder, also über Brasilien und die heutige Tschechische Republik.

Dieser Preis bestätigt vor allem die Wichtigkeit und den Wert des Museums vom Standpunkt der Forschung, der Erhaltung und Verbreitung der brasilianischen Kultur und gibt somit der Öffentlichkeit die Möglichkeit  im Kontakt mit dieser Kultur zu bleiben  und zugleich ein Bestandteil dieses kulturellen und geschichtlichen Projektes zu werden.

 Wir hoffen, dass dank diesem Preise das Museum mehr Quellen für die Forschung, Publikationen, Erhaltung, Ausstellung und Ausbreitung von Themen bieten wird, die mit beiden Länder verbunden sind und das diese Länder gemeinsam ihre Beziehungen festigen  werden, und zwar unter der Beteiligung der tschechischen sowie brasilianischen Öffentlichkeit.

 

Roberta Clarissa Leite lebt zurzeit in der Tschechischen Republik. Sie absolvierte den Bereich Rundfunk- und Fernsehkomunikation auf der Federaluniversität in Pernambuko und Journalistik auf der Fakultät Maurício in Nassau. Sie ist Autorin des Blogs http://www.naterradostchecos.com und bekam den Preis des Kulturministeriums für das Filmdokument  „Nordeste que Rima“ (2010).